Raucherentwöhnung

In Deutschland leben etwa 20 Millionen Raucher, 7 Millionen davon gelten als tabakabhängige Raucher. 3 % von ihnen schaffen es, aus eigener Kraft aufzuhören. In der Hypnosetherapie wird die Raucherentwöhnung seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Ein einfaches Wundermittel ist sie dadurch aber nicht. Möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, weil Ihr Arzt Ihnen dazu geraten hat, oder weil Ihr Partner dies wünscht? In diesem Fall wird der Erfolg ausbleiben. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, wird der Hypnotiseur Ihnen nichts vermitteln können, was Sie nicht selbst wollen. Sollten Sie jedoch den ernsthaften Wunsch haben, sich nicht länger von Zigaretten Ihr Leben bestimmen zu lassen, kann die Hypnosetherapie Ihnen helfen, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Einzelheiten zur Durchführung einer Raucherentwöhnung mittels Hypnose erfahren Sie in einem ausführlichen Erstgespräch in meiner Praxis.

Wie kann Hypnose helfen?

Jede Veränderung beginnt mit einer guten Entscheidung! Auf die Frage, warum jemand raucht, hören wir oft: Weil es mir schmeckt, mich entspannt und beruhigt. Dies klingt zunächst schlüssig und deshalb glauben wir auch zu wissen, warum Menschen rauchen. Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Zigarette? Seien Sie ehrlich: Hat sie Ihnen wirklich geschmeckt und fühlten Sie sich beruhigt und entspannt? Oder war es vielleicht eher so, dass Sie Teil einer bestehenden Gruppe sein wollten, die in Ihrem Fall aus Rauchern bestand? Diese Zugehörigkeit zu Gruppen vermittelt uns Sicherheit, die ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt. Meist beginnt ein Mensch im Alter zwischen 13 und 20 Jahren dauerhaft mit dem Rauchen. Wenn wir uns in der Pubertät immer mehr von den Eltern lösen, brauchen wir Sicherheit von anderer Seite. Als Raucher fühlten Sie sich nun als Teil dieser Gruppe, was Ihnen die nötige Sicherheit vermittelte. Hier finden wir nun einen der wichtigsten Gründe, warum Menschen mit dem Rauchen überhaupt beginnen. Es hat nichts mit einem guten Geschmack, Beruhigung und Entspannung zu tun. Unser Unterbewusstsein unterstützt uns sogar in diesem Prozess und bestätigt uns in der Annahme, nun dazuzugehören und akzeptiert zu werden.
Nun müsste es aber doch möglich sein, mit der eigenen Willenskraft auch wieder aufzuhören. Immerhin sind Sie inzwischen erwachsen und brauchen die Sicherheit dieser Gruppe nicht mehr. Sie beschließen also mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie es auf diese Weise schon einmal versucht haben, wissen Sie, wie lange das gut geht. Auch wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie von nun an ein gesünderes, unabhängigeres Leben führen und dabei auch noch viel Geld sparen könnten, wird es Ihnen nicht gelingen. Warum? Weil Ihr Unterbewusstsein vor vielen Jahren gespeichert hat, dass Sie die Zigaretten für Ihre Sicherheit und Akzeptanz gegenüber anderen benötigen. Ihre Erfahrung und guten Absichten haben keine Chance, denn sie widersprechen der Programmierung Ihres Unterbewusstseins. Dieses hat generell die Aufgabe, Sie zu beschützen. Es hilft Ihnen, Dinge zu vergessen, die Sie zu sehr belasten würden etc. Diese Aufgabe nimmt es sehr ernst. In vielen Bereichen ist dies auch äußerst hilfreich und gut. Die Programmierung zu überschreiben oder auszutauschen ist jedoch enorm schwierig. Aus diesem Grund gelingt es uns nicht, uns von alten Glaubensmustern zu lösen. Selbst wenn uns der Verstand sagt, dass sie längst keine Gültigkeit mehr haben.
Mit der Hypnose haben wir die Möglichkeit diesen “kritischen Faktor” zu umgehen und positive Suggestionen ins Unterbewusstsein zu bringen. Sie sind erwachsen. Sie benötigen keine Zigaretten um “dazuzugehören”. Sie haben eine Reihe wertvoller Ressourcen erworben, die Ihnen dies auf anderem Wege ermöglichen. Eine weitere Möglichkeit, die Sie davon abhalten kann, Nichtraucher zu werden ist die Angst, dann erheblich an Gewicht zuzunehmen.
Hierzu einige Erklärungen: Zigaretten werden zunehmend mit Zucker und diversen Zuckeraustauschstoffen versetzt. Zucker verstärkt die Wirkung des Nikotins, erhöht die suchterzeugende Wirkung und erleichtert die Inhalation. Bei der Verbrennung entstehen Aldehyde, die Krebs auslösen und die Schleimhäute schädigen. Kakao und Lakritz, welche u. a. ebenfalls beigemischt werden, wirken als Aromastoffe. Lakritz verringert zusätzlich das Kratzen im Hals beim Inhalieren. Da Zucker nun nicht als Gift oder Suchtstoff gilt, muss dies auf den Verpackungen auch nicht deklariert werden. Hierdurch wird nun beim Raucher unbewusst eine Abhängigkeit von Süßem erzeugt. Dies macht sich erst dann bemerkbar, wenn der Raucher versucht, von seiner Sucht wegzukommen und stattdessen vermehrt Süßigkeiten und Kohlenhydrate zu sich nimmt. Sobald sich auf der Waage nun ein paar Kilo mehr zeigen, fangen viele Menschen wieder mit dem Rauchen an. Ein Teufelskreis entsteht. Dieser kann mittels der Hypnosetherapie durch gut ausgebildete Therapeuten durchbrochen werden. Rein durch die Willenskraft schaffen es nur 3 – 5 % der Raucher, mit dem Rauchen aufzuhören.

Sibylle Lätzsch
Heilpraktiker
in Bünde auf jameda